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2016: Aktualisierung der Qualitäts-Kriterien für Wohngemeinschaften für Menschen (nicht nur) mit Demenz

 

Der Verein hat 2006 eine erste Broschüre »Qualitätskriterien für ambulant betreute Wohngemeinschaften« als Orientierungshilfe erstellt und heraus gegeben, die seitdem Grundlage für viele weitere Publikationen und Forschungssettings war.

(s.a. die Korrekturen zur Broschüre, auf Grund veränderter gesetzlicher Bestimmungen)

 

Vieles hat sich seitdem verändert:

- die Wohngemeinschaften werden fast ausschließlich von Pflegeanbietern gegründet

- Angehörige oder rechtliche Betreuerinnen, die als "Kontroll-Instanz" fungieren, sind nicht immer in ausreichendem Maße vorhanden

- in den Wohngemeinschaften leben immer häufiger demenziell und nicht-demenziell erkrankte Menschen zusammen

- das Wohnteilhabe-Gesetz (WTG - seit 2010) lässt in einer WG bis zu 12 Bewohnerinnen zu

- Gewährleistung von mindestens zwei Pflege-/Betreuungskräften am Tag pro Schicht bzw. pro drei NutzerInnen jeweils eine Präsenzkraft.

- eine Präsenzkraft in der Nacht pro WG.

- die Heimaufsicht hat zwar eine Prüfpflicht, diese aber nur anlassbezogen, d.h. bei konkreten Beschwerden zu rechtlichen Fragen


Für den SWA Anlass, die Qualitäts-Kriterien umfassend zu überarbeiten und an die Realitäten anzupassen:

Die neue Broschüre wird im September 2016 erscheinen.

Sie wird, in Tradition der ersten Broschüre, wünschenswerte und erforderliche Bedingungen für die Organisation von WG´s für Menschen (nicht nur) mit Demenz enthalten.

 

 

Die Broschüre wird in erster Linie ein Verbraucherschutzinstrument sein für Angehörige oder gesetzliche Betreuerinnen von Menschen (nicht nur) mit Demenz, das sie in die Lage versetzen soll, eine Wohngemeinschaft fachkundig zu beurteilen.

 

Für Pflegeanbieter ist sie eine wichtige Orientierungshilfe für Pflegeplanung und Fragen rund um die Organisation des Wohngemeinschaftsalltags.

 

Vermieter finden hier die räumlichen und baulichen Voraussetzungen für eine WG für Menschen mit Demenz.